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Nähanleitung für Mundschutzmasken

Die Feuerwehr der Stadt Essen hat eine Nähanleitung für Mundschutzmasken veröffentlicht

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Der Heise Verlag hat eine Artikel mit dem Titel "Welches COVID-19-Medikament helfen könnte" veröffentlicht.

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Corona

Stand: 01.04.2020

Liebe Patienten,

unsere Sprechstunde findet weiterhin statt. Wir achten streng auf die Einhaltung der notwendigen Hygieneregeln. Wenn Sie unsicher sind, schreiben Sie uns eine e-Mail oder rufen Sie an. Es kann sein, dass wir nicht an allen Tagen in der Praxis präsent sind, da wir im öffentlichen Gesundheitssystem aushelfen.

Bitte bleiben Sie gelassen! Panik hilft nicht und stresst Sie zusätzlich. Ja, die Erkrankung COVID-19 kann unter Umständen zu ernsthaften Folgen führen. Nach aktuellem Erkenntnisstand sollen 75% der Infizierten keine oder nur sehr leichte Symptome haben. Ungefähr 5% aller Erkrankten, also Personen die erkältungsähnliche Beschwerden entwickeln (nicht die symptomfreien Infizierten) können unter Umständen intensivmedizinische Behandlung benötigen. Das bedeutet, für die meisten Menschen wird die Situation nicht lebensgefährlich. Derzeit weiß man noch nicht genau, welche Menschen die Risikogruppe bilden. Auch junge und sogar zuvor „kerngesunde“, sportliche Menschen sind bereits Opfer des Virus geworden. Man kann aber davon ausgehen, dass Alte und Menschen mit mehreren Erkrankungen sowie Immunsupprimierte (Menschen mit erkrankungsbedingter oder medikamentöser Unterdrückung des Immunsystems) auf jeden Fall zur Risikogruppe gehören.

Problematisch ist, dass dieser Virus hochgradig ansteckend ist und sich so schnell ausbreitet, wenn man nichts unternimmt.

Die jetzt getroffenen Maßnahmen zur Vermeidung von Kontakten reduzieren die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Infektion. Man kann und muss aber noch mehr unternehmen.

Die einfachste Maßnahme hierfür ist das Tragen von Masken über Mund und Nase sowie eine konsequente Händehygiene.Masken vermindern die Ausbreitung von Viren beim Reden, Husten und Niesen durch den Träger der Maske, unabhängig davon ob der Träger erkältet ist, oder ob er weiß, dass er infiziert ist. Außerdem schützt es den Träger der Maske vor Viruspartikeln, die von anderen Personen ausgeschieden werden.

Masken verhindern, dass man sich unbewusst ins Gesicht greift und damit Viruspartikel direkt auf die Schleimhäute von Mund, Nase und Augen überträgt.

Masken, auch selbstgenähte oder improvisierte, verringern die Anzahl der Viruspartikel, die ins Körpersystem aufgenommen wird. Damit gewinnt das Immunsystem möglicherweise die notwendige Zeit, um Antikörper zu bilden und den Coronavirus SARS-CoV-2 auch mit eigenen Kräften bekämpfen zu können.

Stoffmasken sollten bevorzugt in der Waschmaschine mit herkömmlichem Waschmittel so wie die übrige Wäsche gereinigt werden. Legen Sie sich am besten mehrere Stoffmasken zu, nach 2-4 Stunden Tragezeit sollten die Masken gewechselt werden.

Die nächste wichtige Aufgabe wäre es, Massentestungen zu etablieren, um schnell einen Überblick zu bekommen, wer schon infiziert ist und wer nicht. Infizierte müssten dann in Quarantäne und in Überwachung. Bereits Geheilte könnten wieder zur Arbeit gehen und wären entspannt, weil Sie wüssten, dass sie nicht mehr ansteckend sind und wahrscheinlich auch zumindest für eine gewisse Zeit immun sind. Infizierte, die Antikörper gegen die Erkrankung gebildet haben, könnten zur Plasmaspende aufgerufen werden, um Erkrankte zu behandeln. Leider sind die Testkapazitäten noch nicht ausreichend und nach wie vor werden nur Symptomträger, die Kontakt zur nachgewiesenen Fällen hatten oder sich in einem Risikogebiet aufhielten, getestet. Hier besteht also Nachholbedarf.

Für die Behandlung eventuell auftretender Symptom ist die Kenntnis, ob Sie mit Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert sind, erst mal unerheblich. Die Anzeichen für eine Infektion mit dem Virus reichen von Geruchs-, Geschmacksverlust, Halsschmerzen, Kopf- und Gliederschmerzen, bis zu Husten und Fieber. Das sind alles übliche Anzeichen einer Infektion. Erst wenn die Lunge massiv befallen ist und nicht mehr ausreichend Sauerstoff ausgetauscht wird, ist ein gefährlicher Zustand erreicht.

Mit den einfachen Symptomen sollten Sie nicht direkt zum Arzt gehen, oder eine Abstrichstelle aufsuchen, nehmen Sie zunächst telefonisch Kontakt mit Ihrem Arzt auf.

Es besteht aufgrund der Pandemie die Möglichkeit, sich telefonisch krankschreiben zu lassen, und so das System nicht zu überlasten und sich selbst zu schützen. Verhalten Sie sich als wären Sie infiziert und bleiben Sie in Ihrer Wohnung, isolieren Sie sich von den übrigen Haushaltsmitgliedern so gut es geht (getrennte Betten, Geschirr nicht mit anderen benutzen, Husten- und Niesetikette, häufige (mehrmals am Tag) Reinigung von Oberflächen, Telefonen, Tastaturen, Fernbedienungen. Waschen Sie sich häufig die Hände und tragen Sie Ihre Maske auch im Haushalt, wenn dort weitere Personen leben.

Eine große Gefahr geht inzwischen von den Einschränkungen der Arbeitswelt aus, da hier negative wirtschaftliche Auswirkungen für die Gesellschaft drohen.

Es muss also ein gesundes Mittelmaß zwischen Maßnahmen zur Viruseindämmung und den wirtschaftlichen Folgen gefunden werden. Eine der sinnvollsten Maßnahmen, nämlich das konsequente Maskentragen, wird nicht umgesetzt, wohl, weil man am Anfang gebetsmühlenartig wiederholt hat, das Maskentragen nicht nötig und sogar gefährlich sein könnte.

So tragen Mitarbeiter in Supermärkten immer noch keine Masken, obwohl sie den ganzen Tag Kontakt zu Menschen haben, von denen sicherlich einige symptomfrei aber infiziert sind. Ärzte und Praxen beklagen, dass keine Masken verfügbar sind oder nur zu Wucherpreisen. Aber sich selbst eine Maske zu basteln, ist nicht besonders schwierig. Viele der Menschen, die jetzt zuhause bleiben, dürften noch eine Nähmaschine haben und könnten in die Produktion von Masken gehen. Zuerst für sich und die Familie, Nachbarn und dann auch für diejenigen, die weiterhin arbeiten, um das System am Laufen zu halten.

Weiter oben auf dieser Seite finden Sie einen Hinweis auf eine Nähanleitung für eine Mund- und Nasenschutzmaske.

In diesem Sinne, bleiben Sie gesund und schalten Sie Ihren gesunden Menschenverstand an!

Ihre Dr. Dörte Wolf